Bruder Thorben Magnusson

Bruder Thorben_2Am 4. März im Jahres des Herren 1221 wurde ich als erster Sohn des freien Mannes Magnus Haraldson in den Landen Östergötlandes geboren. Meine Kindheit war stets unbeschwert und eher von Luxus geprägt. Die Felder meines Vaters trugen stets gesunde Früchte und auch in den Wäldern vermehrte sich das Wild in prächtiger Zahl. So konnte ich meine Jugend dem Lesen und Schreiben, und natürlich auch den Umgang mit den Waffen eines Ritters widmen.

Doch sollte sich meine heile Welt am 21. Abend im Mai des Jahres 1245 zerschlagen, ich verbrachte die Tage mit meinem Onkel Baldur Ragnason auf der Jagd, als ein Bote in seine Jagdhütte eilte. Unsere Familie hatte bei den immerkehrenden Königsfehden auf den falschen Mann gesetzt, das Landgut von Magnus Haraldson wurde in Schutt und Asche gelegt, kein Stein bleib auf den anderen und keiner Überlebte den hinterhältigen Angriff. Baldur wusste, dass auch seine Tage gezählt seien, so ließ er mich einen Eid ablegen, dass ich auf seine einzige Tochter, meine Base Lenya Baldurdotter auf ewig achtgeben soll. Schließlich packten Lenya und ich unsere Habseeligkeiten und machten uns über den Seeweg durch die Länder des Dänenkönigs in die Lande des Heiligen Römischen Reiches auf. In Hamburg waren wir Nordmänner nicht gerne gesehen, da die Bedrohung der Dänen groß war und die Stadtbewohner machen wenig Unterschied zwischen Schweden und Dänen. So zogen wir weiter gen Süden, ehe uns unsere finanziellen Mittel in das Land des Grafen zur Mark führten.

Ich diente von nun an dem Grafen zur Mark als fahrender Ritter, die Zeit verlief meist Ereignislos, und so genoßen wir das Leben in den deutschen Landen, bis schließlich die Grafschaft auch ein Kontingent an Männern für den Kreuzzung ins heilige Land stellen musste. So wurde mir nahegelegt meine Dienste unter den wahren Glauben und den König des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen zustellen.
Also packten wir erneut unsere Habseeligkeiten und reisten mit einer handvoll Männer gen Süden, die Tage vergingen und mit jedem Tag schlossen sich immer mehr Männer unserem Zug an, es ging über die Alpen um letztendlich erneut in See zustechen.

So betrat sich nicht ganz freiwillig, aber als freier Mann und schwedischer Ritter, das Heilige Land. Da ich dem Grafen zur Mark diente, wurde ich der neu gegründeten Komturei in Tortosa unterstellt.