Über uns

Hintergrundgeschichte der Komturei Tortosa

Auf der der Stadt vorgelagerten Insel Aruad und in der Umgebung der Stadt existieren Siedlungsspuren, die mindestens bis in das 1. Jahrtausend v. Chr. zurückreichen. Die Gründung der Stadt selbst wird den Kreuzfahrern zugeschrieben. 1102 bemächtigte sich Raimond de Saint Gilles, Graf von Toulouse, des Territoriums der Stadt. Um seine Eroberungen zu sichern, errichtete er eine Zitadelle. Die Stadt wurde eine eigenständige Lehensherrschaft innerhalb des vierten Kreuzfahrerstaates, der Grafschaft Tripolis.

Im Jahr 1152 wurde die Stadt von Emir Nur ad-Din erobert. Er verlor sie bereits 1155 an die Kreuzfahrer unter dem König von Jerusalem Balduin III. Dieser übergab die Stadt im Jahr 1157 an den Templerorden.

Die Templerorden bauten die Stadt zu einer für damalige Verhältnisse gewaltigen Festung aus, die Sultan Saladin 1188 erfolglos belagerte. In der Folgezeit gewann Tortosa für die Templer immer mehr an Bedeutung und war gegen Ende der Kreuzzugsära eine der wichtigsten Befestigungen des Ordens. Im August 1291 mussten die Templer die Festung als ihren letzten Stützpunkt in Syrien aufgeben.

Ein im Jahr 1300 begonnener Versuch der Templerorden, den Stützpunkt wiederherzustellen, scheiterte mangels weiterer Unterstützung im Jahr 1302 durch einen Gegenangriff der Mamelucken.

Über die Komturei Tortosa als dargestellte Gruppe

Wir sind eine kleine Gruppe aus dem Ruhrpott mit Verwurzelungen nach Hessen, Niedersachsen, Sachsen und Baden-Würtemberg.
Unsere gemeinsame Leidenschaft besteht darin sich an Wochenenden von März/April bis September/Oktober auf Mittelaltermärkten oder auf einer Wiese in Kirchhellen (Internes Lager) zu treffen und dort ins Jahr 1250 einzutauchen.
Ein Besonderes Highlight zum Saisonabschluß ist für uns das alljährliche Templertreffen auf einer Burg in Hessen, der Tannenburg.
Wir stellen den Templerorden um die Zeit 1250 dar. Dabei versuchen wir so geschichtsnah wie nur möglich (auch GNI „geschichtsnah interpretiert“ genannt) zu leben, zu kämpfen, zu kochen und auch den klerikalen Ablauf der Templer darzustellen.

Fernab des Mittelalters führen wir ein ganz normales Leben. Unter uns finden sich Berufe wie Chemiker, Metzger, Lehrer, Krankenschwestern, Heilerziehungspraktiker und Musiker.